Inhalt
- Warum strukturiertes Haar besondere Pflege braucht
- Die Grundprinzipien der Curly Girl Methode (CGM)
- Warum pflanzliche und natürliche Inhaltsstoffe bei der Curly Girl Methode entscheidend sind
- Sanft zur Kopfhaut – essenziell für gesunde Locken
- Going Curly means going Green
- Verzicht auf synthetische Polymere und Mikroplastik
- Inhaltsstoffe, die bei der Curly Girl Methode vermieden werden sollten – und warum
- Inhaltsstoffe, die Locken lieben – Curly-Girl-approved
- Die richtige Balance zwischen Feuchtigkeit und Protein
- Fazit: Die Curly Girl Methode als ganzheitlicher Ansatz
Die Curly Girl Methode ist weit mehr als nur eine Pflegeroutine für lockiges Haar. Sie steht für einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit der eigenen Haarstruktur – und zunehmend auch mit der Umwelt.
Wer sich mit der CGM beschäftigt, merkt schnell: Gesunde Locken entstehen nicht durch aggressive Inhaltsstoffe oder synthetische Überpflegung, sondern durch Respekt vor der Natur des Haares.
Ein zentraler Bestandteil der Curly Girl Methode ist die richtige Produktauswahl. Produkte sollten pflanzlich, reich an natürlichen Inhaltsstoffen und frei von Stoffen sein, die Locken austrocknen, beschweren oder langfristig schädigen.
Gleichzeitig bedeutet „Going Curly“ immer öfter auch „Going Green“: der bewusste Verzicht auf synthetische Polymere, Mikroplastik und nicht biologisch abbaubare Inhaltsstoffe, die sowohl den Haaren als auch der Umwelt schaden.
Warum strukturiertes Haar besondere Pflege braucht
Locken und Wellen unterscheiden sich grundlegend von glatten Haaren – sowohl optisch als auch strukturell. Durch die spiralförmige Haarstruktur kann sich der natürliche Talg der Kopfhaut nicht gleichmäßig in die Längen und Spitzen verteilen. Die Folge sind:
- trockene, poröse Längen
- Frizz und fehlender Glanz
- erhöhte Brüchigkeit
Genau deshalb setzt die Curly Girl Methode für lockiges Haar auf intensive Feuchtigkeit, sanfte Reinigung und Inhaltsstoffe, die die natürliche Lockenstruktur unterstützen statt sie anzugreifen.
Die Grundprinzipien der Curly Girl Methode (CGM)
Die Curly Girl Methode basiert auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Ansatz: Alles, was Locken schadet, wird weggelassen. Stattdessen wird sich auf alles, was den Locken hilft und sie pflegt, konzentriert.
Die wichtigsten Prinzipien der CGM:
- sanfte, sulfatfreie Reinigung oder Co-Washing
- intensive Feuchtigkeitspflege
- Styling ohne austrocknende oder versiegelnde Inhaltsstoffe
- Verzicht auf Hitze und aggressive Techniken
- Kein Bürsten oder Kämmen der trockenen Haare
Im Mittelpunkt stehen dadurch natürlich auch immer die Inhaltsstofflisten der Produkte.
Warum pflanzliche und natürliche Inhaltsstoffe bei der Curly Girl Methode entscheidend sind
Pflanzliche Öle, Buttern und Extrakte ähneln den natürlichen Lipiden und Strukturen des Haares. Sie können:
- besser in den Haarschaft eindringen
- Feuchtigkeit effektiv in den Haaren halten
- die Elastizität und Sprungkraft der Locken verbessern
Typische Curly-Girl-konforme Inhaltsstoffe sind zum Beispiel:
- Aloe Vera
- Leinsamenextrakt
- Sheabutter
- Jojobaöl
- Avocadoöl
Sanft zur Kopfhaut – essenziell für gesunde Locken
Gesunde Locken beginnen auch immer mit einer gesunden Kopfhaut. Sanfte und natürliche Inhaltsstoffe wirken meist deutlich milder als synthetische Alternativen und helfen, das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut zu bewahren. Und genau diese ist so wichtig für ein gesundes Wachstum der Locken.
Going Curly means going Green
Die Curly Girl Methode steht nicht nur für natürliche Lockenpflege, sondern zunehmend auch für nachhaltige Haarpflege. Viele Inhaltsstoffe, die in konventionellen Haarprodukten verwendet werden, sind:
- nicht biologisch abbaubar
- umweltschädlich
- langfristig belastend für Gewässer und Ökosysteme
Wer sich für die CGM entscheidet, entscheidet sich oft automatisch für einen bewussteren Konsum und damit auch gegen die Verwendung solcher Inhaltsstoffe, insbesondere synthetische Polymere und Mikroplastik.
Verzicht auf synthetische Polymere und Mikroplastik
Synthetische Polymere werden häufig eingesetzt, um:
- starken Halt zu erzeugen
- Frizz zu „versiegeln“
- Locken künstlich zu definieren
Beispiele sind:
- Polyquaternium
- Acrylates Copolymer
- PVP
- Dimethicone (Silikon)
- PEG
- Nylon
Warum sie problematisch sind:
Diese Stoffe sind meist nicht biologisch abbaubar, lagern sich im Haar ab und können sich in der Umwelt anreichern. Für Locken bedeutet das:
- Produkt-Buildup
- fehlende Feuchtigkeitsaufnahme / Trockenheit
- beschwerte, kraftlose Locken
Die Curly Girl Methode setzt stattdessen auf natürliche Filmbildner wie Leinsamen- oder Aloe-Vera-Gel, Katira oder z.B. Zuckermoleküle als halbgebende Elemente.
Inhaltsstoffe, die bei der Curly Girl Methode vermieden werden sollten – und warum
Austrocknende Alkohole
(z. B. Alcohol Denat., Ethanol, Isopropyl Alcohol)
Sie entziehen dem Haar Feuchtigkeit, fördern Frizz und machen Locken spröde aka trocknen sie aus.
Sulfate
(z. B. Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate)
Sie reinigen sehr aggressiv, entfernen die natürlichen Lipide und damit die Schutzfunktion der Haare, so trocknen Locken stark aus. Zudem können einige Sulfate umweltrelevant sein. Natürliche Sulfate wie z.B. Sodium Coco Sulfate sind aber biologisch abbaubar. Falls eine starke Reinigung mit Sulfaten nötig sein sollte, sind natürliche Sulfate deswegen zu bevorzugen.
Silikone
(z. B. Dimethicone, Cyclopentasiloxane)
Sie versiegeln das Haar, verhindern Feuchtigkeitsaufnahme und lassen sich meist nur mit Sulfaten entfernen. Die Entwicklung der Silikone hat in den letzten Jahren auch wasserlösliche Silikone hervorgebracht und in der letzten Zeit häufen sich die Influencer, die behaupten, Silikone seien doch völlig harmlos.
Silikone sind jedoch, egal ob wasserlöslich oder nicht, umweltrelevant und können nicht so einfach abgebaut werden und sind alleine daher schon unbedingt zu vermeiden.
Wachse
(Z.B. Cera Alba, Lanolin)
Wachse beschweren Locken, führen zu Ablagerungen und nehmen den Locken ihre Sprungkraft. Auch sie können die Haare verkleben und können umweltrelevant sein (z.B. synthetische Wachse).
Mineralöle und Paraffine
(z. B. Paraffinum Liquidum, Petrolatum)
Mineralöle sind Erdölprodukte ohne pflegende Eigenschaften. Sie bilden einen dichten Film auf dem Haar, verhindern Feuchtigkeitsaufnahme und müssen oft mit aggressiven Reinigern entfernt werden. Sie sind unbedingt zu vermeiden.
Phthalate
(z.B. Dimethylphthalat)
Phthalate sind Weichmacher und innerhalb der EU mittlerweile sehr streng reguliert und teilweise verboten. Dadurch ist ihre Präsenz in Kosmetik stark eingeschränkt und das Thema nicht mehr allzu relevant. Fortpflanzungsgefährdende Phthalate sind in Kosmetik generell verboten innerhalb der EU.
Parabene
(z.B. Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben)
Parabene werden in Kosmetikprodukten als Konservierungsstoffe eingesetzt, um die Haltbarkeit zu verlängern und das Wachstum von Bakterien und Schimmel zu verhindern. Sie haben keinen pflegenden Nutzen für das Haar oder die Lockenstruktur, können aber reizen und das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut beeinflussen. Kritiken an Parabenen gibt es viele, deswegen sind sie in der EU streng reguliert und teilweise verboten. Sie stehen beispielsweise unter Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Viele Menschen entscheiden sich daher bewusst für parabenfreie Haarpflege, um potenzielle Risiken zu vermeiden.
Inhaltsstoffe, die Locken lieben – Curly-Girl-approved
Es geht in der Curly Girl Methode nicht nur darum, bestimmte Inhaltsstoffgruppen auszuschließen - wir reden hier von nur sehr wenigen Inhaltsstoffgruppen im Gegensatz zu den Tausenden die es auf dem Markt gibt.
Vielmehr solltest Du Dich unbedingt auch darauf konzentrieren, WAS gut für Deine Locken ist. Achte darauf, dass Deine Produkte zum großen Teil aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Gerne kannst Du uns kontaktieren, wenn Du Dir Hilfe bei der Aufwahl der richtigen Produkte für Deine Locken wünschst.
Die richtige Balance zwischen Feuchtigkeit und Protein
Ein wichtiger Bestandteil der Curly Girl Methode ist mittlerweile auch das Feuchtigkeits-Protein-Gleichgewicht. Kurz gesagt:
- Zu viel Feuchtigkeit → schlaffe Locken
- Zu viel Protein → hartes, brüchiges Haar
Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Wirkung von Proteinen erst später relevant für die Curly Girl Methode wurde und in der ursprünglichen Fassung von Lorraine Massey nicht Thema war.
Eine richtige und ausbalancierte Produktauswahl hilft Dir, diese Balance individuell anzupassen und zu halten. Vermeide dabei unbedingt Extreme.
Fazit: Die Curly Girl Methode als ganzheitlicher Ansatz
Die Curly Girl Methode zeigt, dass schöne Locken keine synthetischen Polymere, Silikone oder aggressive Inhaltsstoffe brauchen. Der bewusste Verzicht auf:
- austrocknende Alkohole
- Sulfate
- Silikone
- Wachse
- Mineralöle
- Phthalate
- Parabene
- nicht biologisch abbaubare Polymere
führt nicht nur zu einer gesunden, natürlichen Haarstruktur, sondern auch zu einer nachhaltigeren Haarpflege.
Going Curly means going green – für Locken, die natürlich definiert, gesund und lebendig sind, und für eine Pflege, die Haar, Kopfhaut und Umwelt gleichermaßen respektiert.
Bei der Lockenbar findest Du ausschließlich Produkte die für die Curly Girl Methode geeignet sind. Außerdem sind alle Produkte vegan und ohne Mikroplastik & anderes Gedöns. Für natürliche und wunderschöne Locken!
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